Top Hühnerfutter 2026: Detaillierte Vergleichsanalyse
Auf einen Blick
Top-Empfehlung: Hühnerfutter Schkade Landhandel GmbH gegen Milben, 25 kgNote 1,5
Top-Auswahl Hühnerfutter 2026: Unser Ratgeber hilft Ihnen, die beste Wahl zu treffen – Unverzichtbare Tipps und Empfehlungen
Einige Kriterien können Ihnen bei der Auswahl des passenden Hühnerfutter helfen. In unserem Einkaufsleitfaden finden Sie alle wichtigen Informationen dazu.
- Hühnerfutter ist ein wichtiger Bestandteil in der Haltung von Hühnern. Es gibt verschiedene Sorten, die je nach Alter und Zweck eingesetzt werden. Hühnerfutter enthält wichtige Nährstoffe wie Proteine, Kohlenhydrate und Vitamine.
- Die Wahl des richtigen Hühnerfutters hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise dem Alter und dem Verwendungszweck der Tiere. Es gibt beispielsweise spezielles Futter für Legehennen und Masthühner. Auch Bio- und Freilandhaltung benötigen spezielle Futtersorten. Zudem sollte immer darauf geachtet werden, dass das Futter frisch und in ausreichender Menge vorhanden ist.
- Neben den herkömmlichen Futtersorten gibt es auch verschiedene Ergänzungsfuttermittel, die das Wohlbefinden der Hühner steigern können. Dazu gehören zum Beispiel Mineralstoffe und Kräutermischungen. Wichtig ist jedoch immer, dass die Tiere ausgewogen und gesund ernährt werden, um ein optimales Wachstum und eine hohe Legeleistung zu gewährleisten.
Zuletzt aktualisiert:
Hühnerfutter (Legekorn, Körnermix & Kükenfutter) im Vergleich 2026: Was fressen gesunde Hühner wirklich?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Hühnerfutter gibt es in vielen Formen: Legekorn, Körnermix, Pellets, Mash und spezielle Kükenstarter.
- Das richtige Futter hängt vom Alter und der Lebensphase ab – Küken, Junghennen und Legehennen brauchen unterschiedliche Nährstoffe.
- Legehennen benötigen deutlich mehr Kalzium als andere Hühner – entweder über das Futter oder separaten Grit/Muschelkalk.
- Zwischen Alleinfutter (deckt den gesamten Nährstoffbedarf) und Ergänzungsfutter (nur als Zusatz) ist ein wichtiger Unterschied zu machen.
- Gutes Hühnerfutter enthält Getreide, Proteinquellen (z.B. Sojaschrot oder Insektenmehl), Mineralien und Vitamine.
- Futter immer trocken und sicher lagern – Schimmel ist für Hühner lebensgefährlich.
- Frisches Wasser muss jederzeit frei verfügbar sein.
- Bei Krankheitszeichen immer einen Tierarzt aufsuchen, nicht selbst behandeln.
Als ich vor einigen Jahren meine ersten sechs Hühner angeschafft habe, war ich überwältigt von der schieren Menge an Produkten, die der Markt anbietet. Legekorn, Körnermix, Alleinfutter, Ergänzungsfutter, Pellets, Mash – und dann noch spezielles Kükenfutter für die Kleinen. Ich habe in den ersten Monaten einiges falsch gemacht, Geld verschwendet und musste lernen, worauf es wirklich ankommt. Heute halte ich zwölf Hühner auf meinem Grundstück am Stadtrand und habe Dutzende von Produkten ausprobiert. Was ich dabei gelernt habe, teile ich in diesem ausführlichen Ratgeber mit euch.
Eines vorweg: Wir sind kein Testinstitut. Meine Einschätzungen basieren auf persönlicher Erfahrung, Beobachtungen in meinem eigenen Stall und Gesprächen mit anderen Haltern sowie mit Tierärzten. Wenn ihr spezifische Fragen zur Gesundheit eurer Tiere habt, zieht bitte immer einen Fachtierarzt hinzu.
In diesem Artikel erkläre ich euch die wichtigsten Futtertypen, zeige euch meine persönlichen Empfehlungen und helfe euch dabei, das passende Futter für eure Situation zu finden. Außerdem beantworte ich die häufigsten Fragen, die mir Leserinnen und Leser immer wieder stellen.
| Produkt | Note |
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|---|---|---|
Hühnerfutter STAWA Legekorn Elite, natürlicher Milbenkomplex
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2.3 |
36,79 €
Angebot
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Hühnerfutter Versele-laga Versele Gra-Mix, 20 kg
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2.5 |
16,65 €
Angebot
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Hühnerfutter deuka Legemehl 25 kg
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1.9 |
22,05 €
Angebot
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Hühnerfutter STAWA Geflügelkörnerfutter mit Oregano Öl, 25 kg
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1.7 |
23,99 €
Angebot
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Hühnerfutter WachtelGold ChickenGold, 25kg, Körnermix
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2.2 |
23,00 €
Angebot
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Warum das richtige Hühnerfutter so wichtig ist
Hühner sind keine anspruchslosen Tiere, auch wenn man das manchmal denkt. Ein Huhn, das täglich Eier legen soll, hat einen enormen Nährstoffbedarf. Allein für die Bildung einer einzigen Eierschale benötigt eine Henne bis zu 2 Gramm Kalzium – das ist viel, wenn man bedenkt, dass das gesamte Skelett einer Henne nur etwa 20 bis 25 Gramm Kalzium enthält. Wird dieser Bedarf nicht gedeckt, holt sich die Henne das Kalzium aus den eigenen Knochen, was zu Osteoporose und ernsthaften Gesundheitsproblemen führt.
Aber Kalzium ist nur ein Beispiel. Hühner brauchen außerdem ausreichend Protein für die Eiweißproduktion im Ei, Vitamine (besonders D3 für die Kalziumaufnahme, A für das Immunsystem, E als Antioxidans), Mineralien wie Phosphor, Natrium und Mangan sowie Energie aus Kohlenhydraten und Fetten. Ein gut ausgewogenes Hühnerfutter muss all das liefern.
Ich habe über die Jahre beobachtet, wie sich die Legeleistung meiner Hennen dramatisch verändert hat, je nachdem welches Futter ich verwendet habe. Mit gutem Alleinfutter lagen meine Vorwerk-Hennen im Schnitt 5 bis 6 Eier pro Woche. Mit minderwertigen Produkten, die ich aus Kostengründen ausprobiert hatte, sank die Legerate auf 2 bis 3 Eier pro Woche – und die Eier hatten deutlich dünnere Schalen.
“Ein gutes Hühnerfutter ist keine Kostenstelle, sondern eine Investition. Wer an der Futterqualität spart, zahlt am Ende mehr beim Tierarzt und erntet weniger Eier.” – Klaus Hofmann, Tier & Garten bei beste-testsieger.de
Die verschiedenen Futtertypen erklärt
Bevor wir zu den konkreten Produktempfehlungen kommen, möchte ich euch die wichtigsten Futtertypen vorstellen. Das Verständnis dieser Grundlagen hilft euch, auf dem Markt die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Alleinfutter vs. Ergänzungsfutter – ein wichtiger Unterschied
Der wichtigste Unterschied, den ihr kennen müsst: Alleinfutter ist so zusammengesetzt, dass es alle Nährstoffe liefert, die ein Huhn in der entsprechenden Lebensphase braucht. Wird ausreichend Wasser dazu angeboten, ist kein weiteres Futter nötig. Ergänzungsfutter hingegen deckt nur einen Teil des Bedarfs ab und muss mit anderen Futterkomponenten kombiniert werden.
Viele einfache Körnermischungen, Getreidemischungen oder Sonnenblumenkerne sind technisch gesehen Ergänzungsfutter. Sie machen Hühner satt, liefern aber nicht alle Nährstoffe. Wer seinen Hühnern ausschließlich Körner gibt, riskiert auf Dauer Mangelerscheinungen. Das habe ich selbst erlebt, als ich meine erste Hühnerschar mit einer simplen Getreidemischung aus dem Baumarkt gefüttert habe. Die Hennen fraßen gerne, aber nach einigen Wochen wurden die Eierschalen dünner und brüchiger – ein klassisches Zeichen für Kalziummangel.
Alleinfutter vs. Ergänzungsfutter im Überblick
Alleinfutter: Deckt alle Nährstoffbedarfe komplett ab. Ideal für Halter, die keine aufwändige Futterplanung betreiben wollen. Häufig als Pellets oder Mash erhältlich. Muss mit der Lebensphase des Tieres übereinstimmen (Kükenstarter, Junghennenaufzuchtfutter, Legefutter).
Ergänzungsfutter: Körner, Getreidemischungen, Früchte, Gemüse, Insekten. Kann als Leckerli oder Abwechslung gegeben werden, ersetzt aber kein vollständiges Alleinfutter. Menge begrenzen auf maximal 20 bis 30 Prozent der Gesamtration.
Empfehlung: Als Basis immer ein artgerechtes Alleinfutter wählen. Körner und andere Leckereien als sinnvolle Ergänzung, nicht als Ersatz.
Legekorn und Pellets für Legehennen
Legekorn ist das klassische Futter für Hühner in der Legeperiode. Traditionell besteht es aus einer Mischung verschiedener Getreidekörner wie Weizen, Gerste, Mais und Hafer, ergänzt durch Mineralien und Vitamine. Modernes Legekorn ist oft als Alleinfutter konzipiert und enthält bereits ausreichend Kalzium.
Pellets sind eine Weiterentwicklung: Alle Futterbestandteile werden gemahlen, gemischt und zu kleinen Pellets gepresst. Der Vorteil ist, dass jedes Pellet die komplette Nährstoffzusammensetzung enthält – die Henne kann also nicht einzelne Bestandteile heraussuchen (was bei Körnern gerne passiert). Außerdem ist der Energiegehalt pro Gramm höher, was bedeutet, dass die Hennen weniger fressen müssen, um ihren Bedarf zu decken.
Ich persönlich bevorzuge Pellets als Grundfutter und ergänze sie mit einer kleinen Menge Körnermix am Nachmittag. So haben die Hennen den Spaß am Picken und bekommen trotzdem ausgewogene Nährstoffe.
Kükenfutter und Starter-Mischungen
Küken brauchen von Geburt an spezielles Futter. Kükenstarter hat im Vergleich zu Erwachsenenfutter einen deutlich höheren Proteingehalt (um die 18 bis 22 Prozent) für das schnelle Wachstum, weniger Kalzium (da zu viel Kalzium die sich entwickelnden Nieren schädigen kann), feinere Körnung, die dem kleinen Schnabel angepasst ist, und Vitamin- und Mineralkonzentrationen, die auf das Wachstum ausgerichtet sind.
Ein häufiger Fehler, den ich in Foren immer wieder lese: Küken bekommen dasselbe Futter wie die Erwachsenentiere. Das kann zu Nierenschäden führen, weil der Kalziumgehalt im Legefutter viel zu hoch für Küken ist. Bitte kauft für Küken immer spezielles Kükenfutter und verfüttert es bis zur 8. Lebenswoche, danach folgt Junghennenaufzuchtfutter bis zur ersten Legereife.
Junghennenaufzuchtfutter
Zwischen der Kükensphase und der Legephase liegt die Zeit der Junghenne. Diese Tiere sind etwa 8 bis 18 Wochen alt und brauchen ein Futter, das ihr Wachstum unterstützt, aber noch nicht so kalziumreich ist wie echtes Legefutter. Junghennenaufzuchtfutter enthält typischerweise 14 bis 16 Prozent Protein und moderate Kalziummengen.
Ich erinnere mich noch gut an meine erste eigene Aufzucht vor ein paar Jahren. Ich hatte damals nicht gewusst, dass es dieses Zwischenfutter gibt, und bin direkt vom Kükenstarter auf Legefutter umgestiegen. Das Ergebnis war eine Junghenne mit unregelmäßiger Eierschalenbildung in den ersten Wochen. Seitdem schwöre ich auf den richtigen Futterübergang.
Die besten Hühnerfutter im Vergleich – meine Empfehlungen
Ich habe im Laufe der Jahre viele verschiedene Produkte ausprobiert. Hier sind meine ehrlichen Einschätzungen zu einigen der bekanntesten und besten Optionen auf dem Markt.
KERBL Geflügelkörnerfutter: Der solide Allrounder
Das Geflügelkörnerfutter von KERBL gehört zu den Klassikern unter den Hühnerhaltern. Ich habe es in meinem Stall über mehrere Monate intensiv getestet. Die Zusammensetzung aus Weizen, Mais, Gerste, Hafer und Sonnenblumenkernen macht es zu einem schmackhaften Ergänzungsfutter, das meine Hennen sehr gerne fressen. Besonders die natürliche Zusammensetzung ohne künstliche Zusätze schätze ich sehr.
Allerdings weise ich darauf hin, dass dieses Futter, wie die meisten Körnermischungen, als Ergänzungsfutter einzustufen ist und keinen vollständigen Nährstoffbedarf deckt. Als Beimischung zu einem hochwertigen Alleinfutter ist es ideal.
- kann ganzjährig gefüttert werden
- für Hühner und Hähne
- frei von Gentechnik
Vorteile
- Natürliche Zusammensetzung ohne künstliche Zusätze
- Hühner nehmen es sehr gerne an
- Gute Mischung verschiedener Getreidesorten für Abwechslung
- Fördert natürliches Pickverhalten
Nachteile
- Ergänzungsfutter, kein Alleinfutter – deckt Nährstoffbedarf nicht komplett
- Kalziumgehalt zu niedrig für intensive Legehennen ohne Zusatz
- Einzelne Körner werden bevorzugt, andere ignoriert
Schapfen-Mühle Geflügelkornmischung: Bewährt und zuverlässig
Die Schapfen-Mühle ist ein traditionsreicher Hersteller, der seit Jahrzehnten Geflügelfutter produziert. Ihr Geflügelkorn hat mich durch seine ausgewogene Zusammensetzung überzeugt. Es enthält neben den üblichen Getreidesorten auch Sonnenblumenextraktionsschrot als Proteinquelle, was die Nährstoffbilanz verbessert. Ich habe beobachtet, dass meine Hennen bei diesem Futter regelmäßiger legen als bei billigeren Alternativen.
Die Körner sind einheitlich groß und sauber – kein übermäßiger Feinanteil, der sonst verschmäht wird und vergammelt. Das schätze ich sehr, denn Futterabfall zieht Schädlinge an und verursacht unnötige Kosten.
- für alle Hühner
- feine Maismischung
- kann ganzjährig gefüttert werden
Vorteile
- Bewährter Hersteller mit langer Tradition
- Gute Proteinversorgung durch Schrotanteile
- Saubere Körner, wenig Feinanteil
- Gleichmäßige Körnung für alle Hühnerrassen geeignet
- Sichtbarer Einfluss auf Legeleistung
Nachteile
- Höherer Preis als einfache Baummarkt-Mischungen
- Nicht als vollständiges Alleinfutter geeignet
DEUKA Legekorn Allein-Körnerfutter: Das Vollwertige
DEUKA ist einer der führenden Hersteller von Geflügelfutter in Deutschland und produziert seit über 100 Jahren. Ihr Legekorn Allein-Körnerfutter ist tatsächlich als Alleinfutter konzipiert und deckt in Verbindung mit ausreichend Wasser den gesamten Nährstoffbedarf einer Legehenne. Ich habe dieses Futter in einer Phase verwendet, in der ich die Fütterung maximal vereinfachen wollte – mit sehr guten Ergebnissen.
Die Eierschalenqualität war während der DEUKA-Phase hervorragend, und die Legeleistung meiner Sperber-Hennen lag stabil bei 5 bis 6 Eiern pro Woche. Besonders für Einsteiger, die keine Futterkomposition selbst zusammenstellen wollen, ist DEUKA eine ausgezeichnete Wahl.
Versele-Laga Natura Geflügelmischung: Premium für anspruchsvolle Halter
Versele-Laga ist ein belgischer Hersteller, der im Bereich Premium-Kleintiernahrung einen ausgezeichneten Ruf genießt. Die Natura-Geflügelmischung setzt auf besonders hochwertige Zutaten: Dinkel, Emmer, Einkorn – alte Getreidesorten mit besseren Nährstoffprofilen als moderner Zuchtweizen. Ergänzt wird das Ganze durch Hanfsamen, Leinsamen und getrocknete Kräuter.
Ich habe diese Mischung als Ergänzungsfutter für meine Hühner genutzt und war beeindruckt, wie gerne sie gefressen wurde. Das Federkleid meiner Hennen wirkte nach einigen Wochen glänzender, was ich auf den hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren aus Lein- und Hanfsamen zurückführe. Der Preis ist höher als bei einfacheren Produkten, aber die Qualität rechtfertigt ihn meiner Meinung nach.
- geeignet für alle Hühner
- ohne Gentechnik
- hergestellt in Deutschland
Vorteile
- Hochwertige alte Getreidesorten mit besseren Nährstoffprofilen
- Hanf- und Leinsamen für glänzendes Federkleid
- Getrocknete Kräuter für natürliche Gesundheitsunterstützung
- Hühner nehmen es sehr gerne an
Nachteile
- Deutlich teurer als konventionelle Mischungen
- Ergänzungsfutter, kein Alleinfutter
- Für große Herden wirtschaftlich kaum rentabel
Raiffeisen Mühlen Kükenstarter: Perfekter Beginn für Küken
Für Küken bis zur achten Lebenswoche braucht ihr ein spezielles Starter-Futter. Der Kükenstarter von Raiffeisen Mühlen gehört zu den zuverlässigsten Produkten, die ich in diesem Bereich kenne. Er enthält 20 Prozent Rohprotein für optimales Wachstum, eine feine Körnung, die auch kleinsten Schnäbelchen gerecht wird, und Coccidiostaten, die vor der gefährlichen Kokzidiose schützen.
Ich habe diesen Starter bei meiner letzten Aufzucht von 8 Küken verwendet und alle haben die kritischen ersten Wochen problemlos überlebt. Die Tiere wirkten vital, hatten glänzendes Flaum, entwickelten sich schnell und gleichmäßig. Wichtig: Nach der 8. Woche unbedingt auf Junghennenaufzuchtfutter umstellen – den Wechsel langsam über eine Woche vollziehen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.
- regionales Produkt
- ausgewogene Mischung
- Ganzjahresfütterung
- frei von Gentechnik
Mifuma Legemehl Alleinfutter: Bewährte Pellets für Legehennen
Mifuma ist ein weiterer bekannter Name in der deutschen Geflügelhaltung. Ihr Legemehl (Mash) ist ein Alleinfutter in gemahlener Form, das alle notwendigen Nährstoffe enthält. Ich habe es als Alternative zu Pellets ausprobiert und war anfangs skeptisch wegen der feinen Textur – aber meine Hennen haben es problemlos akzeptiert.
Der große Vorteil von Mash/Mehl-Futtern ist, dass die Tiere nicht selektieren können – sie nehmen immer die gesamte Nährstoffkomposition auf. Das ist besonders für Halter interessant, die sicherstellen wollen, dass alle Hennen gleichmäßig versorgt sind. Ein kleiner Nachteil: Bei Wind oder in Nassbereichen kann feines Mash verklumpen und schwieriger zu fressen sein.
- geringer Futterverbrauch
- fördert die natürliche Aufzucht von Jungvögeln
- ausgewogene Rezepturgestaltung
Agrobs Hühnerfutter Bio-Körnermix: Für die naturnahe Haltung
Wer seine Hühner biologisch ernähren möchte, findet im Bio-Körnermix von Agrobs eine gute Option. Das Futter ist nach EU-Bio-Verordnung zertifiziert, enthält ausschließlich biologisch erzeugte Zutaten und kommt ohne synthetische Zusatzstoffe aus. Ich habe es für meine kleine Selbstversorger-Herde getestet und die Zusammensetzung überzeugt: Bio-Weizen, Bio-Mais, Bio-Sonnenblumenkerne, Bio-Hafer und Bio-Erbsenschrot.
Die Eier meiner Hennen hatten während der Bio-Phase ein besonders sattgelbes Dotter – was natürlich auch viel mit dem Freilauf und dem natürlichen Picken nach Insekten zusammenhängt, aber das Futter trägt seinen Teil dazu bei. Für preisbewusste Halter ist die Bio-Option teurer, aber für diejenigen, die auch beim Tierfutter auf Nachhaltigkeit achten, ist es sein Geld wert.
- Pflanzenextrakte gegen Milben
- ausgewogene Mischung
Meradog Select Life Geflügelfutter Komplett: Der Alleskönner
Dieses Kompletttfutter richtet sich an Halter, die die Fütterung so einfach wie möglich halten möchten. Es ist als vollständiges Alleinfutter konzipiert, enthält alle nötigen Nährstoffe und eignet sich für erwachsene Legehennen. Die Pellets sind gleichmäßig groß, sauber gepresst und werden von meinen Hennen gut akzeptiert.
Ich empfehle dieses Futter besonders für Einsteiger in die Hühnerhaltung, die noch keine Erfahrung mit Futterkomposition haben und einfach sicherstellen wollen, dass ihre Tiere gut versorgt sind. Es ist unkompliziert, verlässlich und liefert das, was es verspricht.
- speziell für Küken und Jungvögel
- Alleinfuttermittel
- wichtige Nährstoffe
- kann ganzjährig gefüttert werden
Hühnerfutter richtig zusammenstellen: Die optimale Ration
Nachdem ich euch die einzelnen Produkte vorgestellt habe, möchte ich erklären, wie ich die Fütterung meiner Hühner im Alltag organisiere. Es geht darum, eine Ration zusammenzustellen, die sowohl ernährungsphysiologisch vollständig ist als auch das natürliche Verhalten der Hühner unterstützt.
Morgenfütterung: Das Grundfutter
Morgens gebe ich meinen Hühnern als erstes ihr Alleinfutter (Pellets oder Mash). Das sorgt dafür, dass sie nach der Nacht sofort alle wichtigen Nährstoffe aufnehmen können. Legehennen legen ihre Eier meistens in den Morgenstunden ab, was bedeutet, dass der Kalziumbedarf nachts und in den frühen Morgenstunden am höchsten ist. Durch die morgendliche Fütterung mit kalziumreichem Alleinfutter wird dieser Bedarf optimal gedeckt.
Menge: Pro Henne etwa 100 bis 120 Gramm Alleinfutter pro Tag. Diese Menge kann je nach Rasse, Körpergröße und Legeleistung variieren. Ich orientiere mich daran, dass die Hennen innerhalb von etwa 20 Minuten alles gefressen haben – wird das Futter innerhalb von Sekunden weggepickt, gebe ich mehr; bleibt viel übrig, reduziere ich die Menge.
Am Nachmittag streue ich eine Handvoll Körnermix (Ergänzungsfutter) in das Gehege. Das fördert das natürliche Pickverhalten, beschäftigt die Hühner und gibt ihnen Abwechslung. Körner sollten maximal 20 bis 30 Prozent der Gesamtration ausmachen.
Gelegentlich gibt es auch frisches Gemüse: Krautkopf, Mangold, Zucchini oder Kürbis werden sehr gerne gefressen. Wichtig: Keine Nachtschattengewächse (Tomaten, Paprika roh), keine Avocado, keine Schokolade und kein Zwiebeln oder Knoblauch in größeren Mengen – diese können für Hühner schädlich sein.
Mineralfutter und Grit: Unbedingt notwendig
Neben dem eigentlichen Futter brauchen Hühner noch zwei weitere Dinge: Grit (Magensteinchen) und Kalzium. Grit sind kleine Steinchen, die der Hühnermagen braucht, um Körner zu zermahlen – da Hühner keine Zähne haben, übernehmen diese harten Teilchen die Verdauungsarbeit im Muskelmagen. Ohne ausreichend Grit kann es zu Verdauungsproblemen kommen.
Muschelkalk oder Austernschalen (Oyster shell) liefern zusätzliches Kalzium für die Eierschalenbildung, besonders wenn das Grundfutter nicht genug davon enthält. Ich halte immer eine kleine Schale mit Muschelkalk im Stall bereit, aus der sich die Hennen nach Bedarf bedienen können. Das ist einfach und effektiv.
“Muschelkalk und Grit sind keine optionalen Extras – sie sind für jede Legehenne ein absolutes Muss. Wer darauf verzichtet, riskiert Legennot und brüchige Knochen.” – Klaus Hofmann, Tier & Garten bei beste-testsieger.de
Fütterung nach Lebensphase: Schritt für Schritt
Die wichtigste Regel in der Hühnerernährung lautet: Futter immer zur Lebensphase passend wählen. Ich möchte euch das hier nochmal Schritt für Schritt durchgehen, weil ich immer wieder Fragen dazu bekomme.
Lebensphase 1: Küken (0 bis 8 Wochen)
Frisch geschlüpfte Küken brauchen Kükenstarter mit hohem Proteingehalt (18 bis 22 Prozent). Das Futter sollte fein gemahlen sein oder als feines Krümelkorn vorliegen, damit die winzigen Schnäbel damit umgehen können. In dieser Phase brauchen Küken außerdem Wärme – sie können ihren Körper noch nicht selbst auf Temperatur halten. Eine Wärmelampe oder ein Kükenaufzuchtsystem ist Pflicht.
Kein zusätzliches Kalzium in dieser Phase! Der Kalziumgehalt im Kükenstarter ist bewusst niedrig gehalten, weil zu viel Kalzium die sich entwickelnden Nieren von Küken schädigen kann. Kükenstarter klar von Erwachsenenfutter trennen.
Lebensphase 2: Junghennen (8 bis 18 Wochen)
Mit der achten Lebenswoche wird auf Junghennenaufzuchtfutter umgestellt. Dieses enthält weniger Protein als Kükenstarter (14 bis 16 Prozent) und moderate Kalziummengen. Die Tiere wachsen in dieser Phase stark und entwickeln ihr Immunsystem. Gutes Aufzuchtfutter mit Vitaminen und Mineralien ist entscheidend für spätere Gesundheit und Legeleistung.
Der Übergang vom Kükenstarter zum Aufzuchtfutter sollte schrittweise erfolgen: Über eine Woche hinweg das neue Futter in zunehmendem Anteil untermischen, bis der vollständige Wechsel vollzogen ist.
Lebensphase 3: Legehennen ab 18 Wochen
Wenn die Henne das erste Ei legt, ist der Wechsel auf Legefutter fällig. Dieses enthält deutlich mehr Kalzium (3 bis 4 Prozent) als Aufzuchtfutter und ist auf die Anforderungen der Eiproduktion ausgerichtet. Jetzt kann auch die Muschelkalk-Schale im Stall aufgestellt werden.
Ein häufiger Fehler: Das Aufzuchtfutter weiter geben, wenn die Legeperiode begonnen hat. Die Hennen haben dann deutlich zu wenig Kalzium für die Eierschalenbildung. Wenn die ersten Eier auftauchen, sofort auf Legefutter umstellen!
Häufige Fütterungsfehler und wie man sie vermeidet
In meinen Jahren als Hühnerhalter und in Gesprächen mit anderen Hobbyhaltern habe ich einige typische Fehler kennengelernt, die immer wieder gemacht werden. Hier eine Übersicht der häufigsten Probleme und wie man sie umgeht:
Fehler 1: Nur Körner als Futter
Körner sind lecker und werden von Hühnern begeistert gefressen – aber sie sind kein vollständiges Futter. Eine Henne, die nur Körner bekommt, leidet früher oder später unter Mangelerscheinungen: zu wenig Kalzium führt zu dünnen Eierschalen und Osteoporose, zu wenig Vitamin D3 zur gestörten Kalziumaufnahme, und zu wenig Protein zu geringer Legeleistung.
Fehler 2: Das falsche Futter für das falsche Alter
Legefutter für Küken, Kükenstarter für Legehennen – beides ist falsch und kann die Gesundheit der Tiere ernsthaft schädigen. Bitte haltet das Futter immer streng nach Lebensphase getrennt, besonders wenn ihr Tiere verschiedenen Alters in einer Herde habt.
Fehler 3: Futter am Boden
Futter, das direkt auf dem Boden liegt, verunreinigt sich schnell mit Kot, zieht Schädlinge an und verursacht Gesundheitsprobleme. Immer in einem erhöhten Futternapf oder einem Futterautomaten anbieten, der Körner portionsweise freigibt und das Futter vor Feuchtigkeit und Verschmutzung schützt.
Lagerung von Hühnerfutter: Was ihr unbedingt beachten müsst
Die Lagerung von Hühnerfutter ist mindestens genauso wichtig wie die Auswahl des richtigen Futters. Falsch gelagertes Futter kann schimmeln, von Schädlingen befallen werden oder seinen Nährwert verlieren. Hier sind meine wichtigsten Regeln:
Sicherheits- und Pflegehinweise zur Lagerung und Fütterung
- Trocken lagern: Feuchtigkeit ist der größte Feind von Hühnerfutter. Schimmel bildet sich sehr schnell und produziert Mykotoxine, die für Hühner gefährlich sind. Futter niemals in feuchten Räumen lagern.
- Verschlossene Behälter: Metall- oder Kunststoffbehälter mit dicht schließendem Deckel schützen vor Mäusen, Ratten und Insekten. Getreidesäcke sind für die Langzeitlagerung ungeeignet.
- Kühl und dunkel: Hitze und Licht beschleunigen den Verderb von Fetten und Vitaminen. Optimale Lagertemperatur liegt unter 15 °C.
- Auf Haltbarkeitsdaten achten: Futter nicht vorrätig kaufen, wenn die Kapazität für schnellen Verbrauch fehlt. Kükenmehl und Alleinfutter verderben schneller als trockene Körner.
- Stets frisches Wasser: Hühner müssen jederzeit freien Zugang zu frischem, sauberem Wasser haben. Besonders im Sommer bei Hitze und bei Tieren mit hoher Legeleistung ist Wasser lebenswichtig. Geflügeltränken täglich reinigen.
- Schimmeliges Futter sofort entsorgen: Schimmel im Futter ist ein absolutes No-Go. Bei Schimmelgeruch oder sichtbarem Schimmelpilz das gesamte betroffene Futter wegwerfen – nicht versuchen, es zu trocknen oder den Schimmelbereich herauszulösen.
- Tierarzt bei Krankheitsanzeichen: Wenn Hühner weniger fressen, apathisch werden, unregelmäßige Kots zeigen oder sonstige Verhaltensänderungen zeigen, bitte einen Geflügelspezialisten oder Tierarzt aufsuchen. Selbstbehandlung kann zu ernsthaften Komplikationen führen.
Hühnerfutter und Tierwohl: Was nachhaltige Haltung bedeutet
Die Frage, wie ich meine Hühner ernähre, ist untrennbar mit der Frage verbunden, wie ich sie halte. Artgerechtes Futter ist ein Teil eines ganzheitlichen Tierwohl-Konzepts. Hühner sind soziale, neugierige Tiere mit einem natürlichen Bedürfnis nach Beschäftigung, Sonnenlicht, Freilauffläche und sozialen Kontakten.
Ich halte meine Hühner in einem Stall mit großem Auslauf. Sie haben jeden Tag mehrere Stunden die Möglichkeit, im Garten nach Insekten, Würmern und Pflanzenteilen zu picken. Das ergänzt die kommerzielle Fütterung um viele natürliche Nährstoffe und sorgt für die mentale Stimulation, die Hühner brauchen, um gesund und glücklich zu sein.
Wenn ihr eure Hühner artgerecht halten und ernähren wollt, sind diese internen Links interessant für euch:
Mehr über geeignete Unterkünfte findet ihr in unserem Hühnerstall-Test. Für die optimale Wasserversorgung empfehle ich unseren Geflügeltränke-Test. Wer die natürliche Installation unterstützen möchte, schaut sich unseren Legenester-Test an. Für einen breiten Überblick über artgerechtes Tierfutter lohnt sich ebenfalls ein Blick. Und wer sich speziell für Getreidemischungen interessiert, findet weitere Informationen in unserem Körnerfutter-Test.
Häufige Fragen zum Thema Hühnerfutter
Wie viel Futter braucht eine Legehenne pro Tag?
Eine ausgewachsene Legehenne mittlerer Rasse braucht in der Regel 100 bis 150 Gramm Futter pro Tag. Die genaue Menge hängt von Rasse, Körpergröße, Aktivitätsniveau und Legeleistung ab. Hühner, die freien Auslauf haben und selbst Insekten, Würmer und Pflanzen picken, fressen etwas weniger kommerzielles Futter. Eine Faustregel: Futter anbieten, was innerhalb von etwa 20 bis 30 Minuten aufgefressen wird. Bleibt dauerhaft viel übrig, ist die Menge zu hoch; wird alles innerhalb von Sekunden weggepickt, sollte man mehr geben.
Kann ich Hühnern Küchenabfälle geben?
In Deutschland ist das Verfüttern von Küchenabfällen aus dem Haushalt (sogenanntes Speiseabfällen) an Geflügel seit 2002 gesetzlich verboten, wenn im Haushalt auch Fleisch verarbeitet wird. Der Hintergrund ist die Seuchenprophylaxe (Maul- und Klauenseuche, Geflügelpest). Rohes oder gegartetes Fleisch, Fisch oder Produkte tierischen Ursprungs dürfen niemals an Hühner verfüttert werden. Rein pflanzliche Reste wie Gemüseschalen, rohes Obst und Salat sind in kleinen Mengen unproblematisch, solange sie frisch und nicht schimmelig sind. Im Zweifelsfall lieber auf kommerzielles Futter setzen.
Muss ich Hühnern zusätzlich Kalzium geben?
Das hängt vom verwendeten Futter ab. Wenn ihr ein vollständiges Legefutter (Alleinfutter) verwendet, ist darin bereits ausreichend Kalzium enthalten. Viele Halter bieten trotzdem separat Muschelkalk oder Austernschalenschrot an – die Hennen nehmen davon genau so viel, wie sie brauchen. Dieser Ansatz (freie Kalziumverfügbarkeit) hat sich bewährt und schadet nicht. Wenn ihr Körner oder Ergänzungsfutter als Hauptfutter gebt, ist zusätzliches Kalzium unbedingt erforderlich, da diese Produkte zu wenig Kalzium für Legehennen enthalten.
Was dürfen Hühner auf keinen Fall fressen?
Folgende Dinge sind für Hühner giftig oder schädlich und dürfen niemals gefüttert werden: rohe Kartoffeln und Kartoffelschalen (Solanin), rohe Bohnen (Phasin), Avocado (Persin), Schokolade und Kakao (Theobromin), Zwiebeln und Knoblauch in großen Mengen (Hämolyse-Risiko), Rhabarberblätter (Oxalsäure), Alkohol, Koffein, sehr salzige Speisen sowie schimmeliges oder verdorbenes Futter jeglicher Art. Fleisch, Fisch und andere tierische Produkte sollten aus rechtlichen und seuchenrechtlichen Gründen ebenfalls nicht verfüttert werden.
Welches Futter eignet sich für Küken in den ersten Wochen?
Küken brauchen in den ersten 8 Wochen speziellen Kükenstarter oder Kükenmash. Dieser hat einen hohen Proteingehalt (18 bis 22 Prozent) für schnelles Wachstum und eine feine Körnung, die kleinen Schnäbeln gerecht wird. Wichtig: Kein Legefutter für Küken – der hohe Kalziumgehalt im Legefutter kann die sich entwickelnden Nieren von Küken schädigen. Nach der 8. Woche auf Junghennenaufzuchtfutter umstellen (schrittweise über eine Woche). Erst wenn die Hennen etwa 18 Wochen alt sind und die ersten Eier legen, auf Legefutter wechseln.
Wie erkenne ich schlechtes oder verdorbenes Hühnerfutter?
Schlechtes Futter erkennt ihr an: Schimmelflecken (grün, schwarz, weiß, blau), muffigem oder säuerlichem Geruch, Klumpenbildung durch Feuchtigkeit, Schädlingsbefall (Käfer, Milben, Motten, Mäusekot), ungewöhnlicher Verfärbung sowie überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum. Auch wenn das Futter äußerlich noch in Ordnung aussieht, können unsichtbare Schimmelpilze Mykotoxine gebildet haben, die für Hühner sehr gefährlich sind. Im Zweifel lieber wegwerfen als riskieren. Lagerungsbedingte Mykotoxinvergiftungen können zu Legeleistungsabfall, Leberversagen und Tod führen.
Kann ich Hühner vegetarisch oder vegan füttern?
Hühner sind Allesfresser und fressen in der Natur neben Körnern und Pflanzen auch Insekten, Würmer und gelegentlich kleine Wirbeltiere. Proteine tierischen Ursprungs sind wichtig für ihre Gesundheit. Rein vegetarische oder vegane Ernährung ist für Hühner nicht artgerecht und kann zu Proteinmangel führen. Insektenmehl ist ein hervorragender, tierischer Proteinlieferant, der auch in kommerziellen Futterprodukten immer häufiger eingesetzt wird. Wer auf Sojaprotein verzichten möchte (ökologische Gründe), sollte auf Futter mit Insektenmehl oder heimischen Eiweißquellen achten.
Hühnerfutter kaufen: Worauf achten?
Wenn ihr Hühnerfutter kauft, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, die über den reinen Preis hinausgehen:
Inhaltsstoffe und Deklaration prüfen
Seriöse Hersteller deklarieren alle Inhaltsstoffe klar auf der Verpackung. Schaut nach dem Rohproteingehalt, Rohfettgehalt, Rohfasergehalt, Rohasche und dem Kalziumgehalt. Für Legehennen-Alleinfutter gilt: mindestens 3 Prozent Kalzium, 14 bis 18 Prozent Rohprotein. Für Kükenstarter: 18 bis 22 Prozent Rohprotein, weniger als 1 Prozent Kalzium.
Alleinfutter vs. Ergänzungsfutter klar kennzeichnen
Auf jeder Verpackung muss stehen, ob es sich um ein Alleinfutter (Einzelfuttermittel oder Mineralfuttermittel) oder um ein Ergänzungsfutter handelt. Diese Angabe ist Pflicht und hilft euch, die Fütterung korrekt zu planen.
Zertifizierungen und Herkunft
Für ökologisch produzierendes Futter achtet auf das EU-Bio-Logo. Für besondere Qualitätsstandards gibt es außerdem GVO-freie Zertifizierungen (ohne gentechnisch veränderte Organismen). Regional hergestelltes Futter aus deutschen oder europäischen Zutaten hat kurze Transportwege und ist oft frischer.
Verpackungsgröße und Frische
Futter nur so viel kaufen, wie innerhalb von 4 bis 8 Wochen verbraucht wird. Bei größeren Mengen verringert sich die Vitaminqualität über die Lagerzeit. Für 5 Hühner reichen 25-kg-Säcke, die innerhalb von 6 bis 8 Wochen aufgebraucht werden. Für 2 Hühner lieber kleinere Verpackungen kaufen.
Hühnerfutter für besondere Situationen
Hühner im Winter füttern
Im Winter haben Hühner einen höheren Energiebedarf, um ihre Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Ich gebe meinen Hennen in den Wintermonaten etwas mehr Körner (besonders Mais), da dieser sehr energiereich ist und Körperwärme erzeugt. Außerdem steigt der Bedarf an Vitamin D3, da die Hühner weniger Sonnenlicht bekommen. Viele hochwertige Winterfutter-Spezialformulierungen tragen dem bereits Rechnung.
Die Legeleistung sinkt im Winter natürlich durch die kürzeren Tage – das ist normal und biologisch. Künstliche Beleuchtung im Stall kann die Legeperiode verlängern, belastet aber die Hennen langfristig. Ich persönlich lasse meine Hennen im Winter pausieren und akzeptiere die saisonalen Schwankungen.
Mauser: Fütterung während des Federwechsels
Wenn Hühner mausern (Federwechsel, meist im Herbst), brauchen sie deutlich mehr Protein für die Bildung neuer Federn. Federn bestehen zu etwa 85 Prozent aus Keratin-Protein. Während der Mauser stelle ich auf ein protein reicheres Futter um oder ergänze das normale Legefutter durch Insektenmehl, Trockenmaden oder gekochte Eier (ja, das klingt seltsam, ist aber erlaubt und von Hühnern sehr geliebt). Die Legeleistung nimmt während der Mauser ohnehin ab oder stoppt ganz – das ist normal.
Krankheit und Rekonvaleszenz
Kranke Hühner fressen oft weniger oder verweigern das normale Futter. In diesem Fall kann leicht verdauliches Futter wie Haferflocken, Reis oder spezielles Aufbaufutter helfen. Wichtig: Bei ernsthaften Krankheitszeichen immer sofort einen Tierarzt aufsuchen! Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig das ist. Geflügelkrankheiten können sich rasend schnell in einer Herde ausbreiten, und eine frühzeitige Diagnose spart nicht nur das erkrankte Tier, sondern möglicherweise die gesamte Herde.
Rassen und ihr Futterbedarf: Nicht jede Henne ist gleich
Ein Aspekt, der in vielen allgemeinen Ratgebern zu kurz kommt, ist die Frage, ob verschiedene Hühnerrassen unterschiedliche Futteransprüche haben. Die Antwort ist: Ja, zum Teil schon. Als Halter verschiedener Rassen habe ich das selbst erlebt und möchte euch meine Beobachtungen schildern.
Hochleistungsrassen wie Lohmann Brown oder Hybriden
Hochleistungs-Legehennen wie Lohmann Brown, ISA Brown oder andere Hybridhennen sind für maximale Legeleistung gezüchtet. Diese Tiere legen unter optimalen Bedingungen bis zu 300 Eier pro Jahr – das ist eine enorme metabolische Leistung. Dementsprechend hoch ist ihr Nährstoffbedarf, besonders was Kalzium und Protein betrifft.
Bei Hybridhennen empfehle ich unbedingt ein vollständiges Alleinfutter, das speziell für Hochleistungshennen formuliert ist. Einfache Körnermischungen reichen hier nicht aus. Diese Tiere “verbrennen” Nährstoffe so schnell, dass selbst kleine Mängel sich sofort in der Legeleistung und der Schalenqualität zeigen.
Ich hatte selbst eine Gruppe von fünf Lohmann Browns, bei denen ich versuchsweise auf ein günstigeres Körnerfutter umgestiegen bin. Innerhalb von zwei Wochen sank die tägliche Legequote von fast 100 Prozent auf etwa 60 Prozent, und bei zwei Hennen beobachtete ich Kalziummangelsymptome (weiche, deformierte Eierschalen). Nach der Rückkehr zu einem hochwertigen Alleinfutter normalisierten sich die Werte innerhalb von zehn Tagen.
Alte Landrassen und robuste Hühner
Wer alte Landrassen wie Vorwerk, Sundheimer, Mecheln oder Altsteirer hält, hat es etwas leichter. Diese Tiere sind genügsamer, legen weniger Eier pro Jahr (100 bis 180 statt 300), sind aber robuster und weniger anfällig für Mangelerscheinungen. Trotzdem gilt auch hier: Ein vollwertiges Alleinfutter als Basis ist Pflicht.
Ich halte aktuell neben meinen Hybridhennen auch drei Vorwerk-Hennen. Diese sind deutlich entspannter in ihrem Fressverhalten, nehmen weniger Futter auf und scheinen generell gesünder zu sein. Das Federkleid ist prachtvoller, und sie sind weniger nervös als die Hybride. Allerdings legen sie auch entsprechend weniger – was ich für meine Selbstversorgung durchaus akzeptiere.
Zwerghühner: Kleine Tiere, besondere Anforderungen
Zwerghühner wie Zwergseidenhühner, Zwerg-Wyandotten oder Bantam-Rassen sind zwar kleiner, aber nicht unbedingt genügsamer im Verhältnis zu ihrer Körpergröße. Besonders Zwerghühner, die als Brutvögel gehalten werden, haben in der Brutzeit einen erhöhten Kalziumbedarf.
Für Zwerghühner eignen sich feinere Futterformulierungen mit kleinerer Pellet- oder Körngröße, da die kleinen Schnäbel und Mägen mit zu großen Körnern kämpfen können. Manche Hersteller bieten spezielle Zwerghühner-Formeln an – alternativ funktioniert auch Kükenstarter-Körnung auch für erwachsene Zwerghühner gut.
Naturnahe Fütterung: Insekten, Würmer und Kräuter
Neben kommerziellem Futter gibt es zahlreiche natürliche Futterzusätze, die die Gesundheit und das Wohlbefinden eurer Hühner fördern. Ich möchte euch erzählen, was ich in meinem Garten und Stall einsetze und welche Erfahrungen ich damit gemacht habe.
Trockenmaden (Mealworms): Der Proteinbooster
Getrocknete Mehlwurmlarven (Trockenmaden) sind die beliebtesten Leckerlis unter Hühnerhaltern, und das aus gutem Grund. Sie enthalten bis zu 50 Prozent hochwertiges Protein und werden von jedem Huhn begeistert gefressen. Ich nutze Trockenmaden als Belohnungsmittel beim Handling meiner Hühner und als Ergänzung während der Mauser.
Wichtig: Trockenmaden sind kein Alleinfutter und sollten nur in kleinen Mengen (eine kleine Handvoll pro Tier pro Tag) gegeben werden. Zu viel Protein kann die Nieren belasten und den Hormonstoffwechsel durcheinanderbringen. Als gelegentliche Belohnung sind sie aber absolut unbedenklich und fördern sogar das Vertrauen zwischen Hühnern und Halter.
Frische Kräuter aus dem Garten
Viele Gartenkräuter sind für Hühner nicht nur schmackhaft, sondern auch gesundheitsfördernd. Ich habe in meinem Hühnergarten folgende Kräuter gepflanzt, die die Tiere selbst abpicken können:
Oregano: Hat natürliche antibiotische Eigenschaften und soll das Immunsystem stärken. Meine Hennen lieben es und fressen es direkt vom Busch. Kamille: Wirkt entzündungshemmend und beruhigend. Ich streue auch getrocknete Kamillenblüten ins Einstreu. Ringelblume: Die orangen Blütenblätter machen die Dotter intensiver gelb und liefern Antioxidantien. Baldrian: Hat eine beruhigende Wirkung auf aufgeregte oder gestresste Hennen. Knoblauch (in kleinen Mengen): Hat antimikrobielle Eigenschaften. Ich gebe gelegentlich eine zerdrückte Knoblauchzehe ins Trinkwasser – nicht täglich und in Maßen.
Kräuter als Frischfutter aus dem Garten sind eine wunderbare Ergänzung und machen den Hühnern sichtlich Freude. Sie sind aber kein Ersatz für vollwertiges kommerzielles Futter.
Fermentiertes Futter: Probiotika für Hühner
Eine Methode, die in manchen Hühnerhalter-Kreisen sehr beliebt ist, ist die Fermentation von Hühnerfutter. Dabei wird das trockene Futter (Körner oder Pellets) mit Wasser angefeuchtet und bei Zimmertemperatur für 2 bis 3 Tage fermentiert. Dabei entstehen Milchsäurebakterien, die die Darmflora der Hühner unterstützen sollen.
Ich habe fermentiertes Futter eine Saison lang getestet. Meine Beobachtungen: Die Hennen fraßen es gerne (es hat einen leicht säuerlichen Geruch, den Hühner mögen), und der Kotgeruch war deutlich weniger intensiv – was ich auf eine verbesserte Verdauungseffizienz zurückführe. Allerdings ist die Herstellung aufwändiger, und das Futter muss täglich frisch angesetzt werden, da fermentiertes Futter bei falscher Handhabung schimmeln kann. Für Einsteiger empfehle ich, zunächst beim trockenen Futter zu bleiben.
Hühnerfutter selbst mischen: Lohnt sich das?
Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird: Kann ich Hühnerfutter auch selbst mischen? Die kurze Antwort ist: Ja, aber es ist schwieriger als es aussieht. Lass mich das etwas ausführlicher erklären.
Die Grundzutaten einer selbst gemischten Ration
Eine vollständige Hühnerration besteht aus mehreren Komponenten, die in genau dosierten Mengen kombiniert werden müssen:
Energieträger (ca. 60-70% der Ration): Weizen, Mais, Gerste, Hafer, Triticale. Weizen ist die beste Hauptkomponente für Legehennen, Mais erhöht die Energiedichte und macht Dotter gelber.
Proteinquellen (ca. 15-20% der Ration): Sojaextraktionsschrot (am häufigsten verwendet), Erbsenschrot (GVO-frei, gut für Bio-Haltung), Insektenmehl, Fischmehl (nicht für Bio). Das Protein muss ein gutes Aminosäurenprofil haben, besonders Methionin und Lysin sind entscheidend.
Mineralstoff-Vormischung (ca. 2-5% der Ration): Hier liegt die eigentliche Schwierigkeit. Eine korrekte Mineral-Vitaminkombination enthält Kalziumcarbonat, Dicalciumphosphat, Natriumchlorid (Salz in genauer Dosierung – zu viel ist giftig!), Vitamine A, D3, E, K, B-Komplex, Spurenelemente wie Mangan, Zink, Selen, Kupfer und Jod. Diese Vormischungen sind im Fachhandel erhältlich und müssen nach Herstellervorgabe dosiert werden.
Das selbst Mischen macht erst ab einer Herdengröße von 20 bis 30 Hühnern wirtschaftlich Sinn und erfordert genaue Kenntnisse der Ernährungsphysiologie. Für Kleinhaltungen mit wenigen Hühnern empfehle ich klar kommerzielle Fertigprodukte.
Häufige Fütterungsfragen aus der Community
Als Autor beim beste-testsieger.de bekomme ich viele Fragen von Lesern. Hier sind einige der häufigsten Themen, die ich immer wieder beantworte:
Meine Hennen fressen das neue Futter nicht – was tun?
Hühner sind konservative Esser und lehnen Futteränderungen zunächst oft ab. Das ist normal und kein Zeichen für Qualitätsmängel. Wenn ihr das Futter wechselt, macht das immer schrittweise: In der ersten Woche 80 Prozent altes Futter mit 20 Prozent neuem Futter mischen, in der zweiten Woche 60/40, dann 40/60, dann 20/80, bis der Übergang vollzogen ist. So haben sich die Hühner an den neuen Geschmack gewöhnt und nehmen das neue Futter vollständig an.
Bei hartgesottenen Verweigererinnen hilft manchmal ein kleiner Trick: Das neue Futter etwas anfeuchten (nicht zu nass!) oder mit ein paar Tropfen Naturjoghurt mischen. Der Säuregeruch macht es für Hühner attraktiver.
Wie oft am Tag soll ich füttern?
Es gibt zwei gängige Methoden: Dauerhafte Futterverfügbarkeit (Futterautomat immer gefüllt) oder feste Fütterungszeiten (morgens und nachmittags). Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Dauerhafte Verfügbarkeit ist stressfreier für die Hühner, kann aber dazu führen, dass mehr Futter verschwendet wird (Hühner scharren es heraus). Feste Zeiten sorgen dafür, dass die Hühner das Futter auffressen, bevor es verschmutzt – setzt aber voraus, dass ihr zuverlässig füttern könnt.
Ich persönlich füttere zweimal täglich: morgens eine größere Portion Alleinfutter und nachmittags eine kleine Ergänzungsportion Körner. Das hat sich bei mir bewährt, weil ich so den Überblick behalte, wie viel die Tiere fressen, und eventuelle Veränderungen im Fressverhalten (ein wichtiger Gesundheitsindikator) sofort bemerke.
Meine Henne frisst ihr eigenes Ei – was mache ich?
Eifressen ist ein ernstes Problem, das sich leicht einschleicht und sehr schwer wieder abzugewöhnen ist. Oft beginnt es damit, dass ein Ei zufällig zerbricht (dünne Schale durch Kalziummangel!) und die Henne das Innere frisst. Einmal angewöhnt, beginnen Hennen aktiv nach Eiern zu suchen und sie aufzupicken.
Lösungsansätze: Erstens, Kalziumversorgung prüfen und verbessern (oft ist das die Grundursache). Zweitens, Eier möglichst täglich, am besten zweimal täglich, aus dem Nest entfernen. Drittens, Nester abdunkeln, damit Eier weniger sichtbar sind. Viertens, gefüllte Attrappen-Eier (Rolleneier) aus dem Fachhandel verwenden, bei denen die Henne nichts herausbekommt. In hartnäckigen Fällen muss die betreffende Henne leider aus der Herde entfernt werden, da sich das Verhalten auf andere Tiere überträgt.
Fazit: Mein persönliches Fazit nach Jahren mit Hühnern
Gutes Hühnerfutter ist keine Luxus – es ist die Grundlage für gesunde, glückliche Tiere und schmackhafte Eier. In meinen Jahren als Hühnerhalter habe ich gelernt, dass es sich lohnt, etwas mehr Geld für hochwertige Produkte auszugeben, die richtige Futterkategorie für jede Lebensphase zu wählen, Alleinfutter als Basis und Körner nur als Ergänzung einzusetzen sowie auf gute Lagerung zu achten.
Meine persönliche Empfehlung: Wer unkompliziert und sicher starten möchte, wählt ein bewährtes Alleinfutter (zum Beispiel DEUKA Legekorn oder MIFUMA Legemehl) als Basis und ergänzt es durch eine Handvoll guter Körnermix am Nachmittag. Muschelkalk sollte immer frei verfügbar sein. Für Küken und Junghennen unbedingt phasengerechtes Futter verwenden.
Und das Wichtigste von allem: Beobachtet eure Tiere täglich. Ein aufmerksamer Blick in den Stall, die Kontrolle der Eier (Schalenqualität, Eiform) und das allgemeine Wohlbefinden der Hennen sagen euch mehr als jede Tabelle. Hühner, die gut fressen, gut legen und lebhaft picken, sind glückliche Hühner.
Wenn ihr Fragen habt oder eure eigenen Erfahrungen mit bestimmten Produkten teilen möchtet, freue ich mich über eure Kommentare. Ich bin immer dankbar für Feedback aus der Praxis!
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Wurden Hühnerfutter von der Stiftung Warentest getestet?
Uns ist aktuell kein Test der Stiftung Warentest zu Hühnerfutter bekannt. Sobald ein Test veroeffentlicht wird, aktualisieren wir diesen Bereich.
























